Wer sind die Evangelikalen? Und was ist ihnen wichtig?
Das sind Fragen, die in den vergangenen Jahren vermehrt gestellt werden. Etwa von Journalisten, die über Gemeinden und verschiedene Facetten des christlichen Glaubens berichten. Oder von Menschen, die sich in Kirchen und Gemeinden engagieren und wissen möchten, welche Formen gelebten Glaubens in Deutschland und weltweit vorhanden sind.
Immer wieder wird auf die Frage, wer die Evangelikalen sind, eine Antwort in überspitzter Form gegeben: Evangelikale seien "Sektenmitglieder", gar eine "Bedrohung für die aufgeklärte Gesellschaft". Beides ist falsch, sind doch rund 50 Prozent der evangelikalen Christen Mitglieder der Landeskirche.
Das sind Fakten, die zur Aufklärung beitragen. Genau solche Fakten will diese Website liefern.
DEA: Vetter wird stellvertretender Vorsitzender
Der Präses des Mülheimer Verbands Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, Ekkehart Vetter, wird neuer stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Das beschloss der Hauptvorstand der DEA bei seiner Frühjahrssitzung im thüringischen Bad Blankenburg.
Der 55-jährige Pastor tritt damit die Nachfolge von Theo Schneider an, der sein Ehrenamt zum Jahresende 2011 nach elf Jahren abgab. Vetter ist seit 1993 Pastor der Christus-Gemeinde Mülheim an der Ruhr und nimmt seit 2003 zusätzlich das Leitungsamt des Präses des freikirchlichen Verbands wahr. Seit fünf Jahren gehört er zum geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. Vetter ist verheiratet und lebt mit seiner Ehefrau Sabine in Mülheim an der Ruhr. Er hat sechs Kinder und sechs Enkelkinder. (pro)
Joachim Gauck - Was Kirchen und Evangelikale dem Bundespräsident wünschen![]() Berlin (idea) – Führende Repräsentanten der Kirchen und Freikirchen sowie der evangelikalen Bewegung haben dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck (72) zu seiner Wahl gratuliert und ihm Gottes Segen gewünscht. Der frühere mecklenburgische Pfarrer ist der erste Theologe im höchsten Staatsamt der Bundesrepublik Deutschland. Auf den von CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grünen nominierten Gauck entfielen am 18. März in Berlin im ersten Wahlgang 991 von 1.228 gültigen Stimmen. Die Kandidatin der Partei „Die Linke“, die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld (73), erhielt 126 Stimmen, der von der rechtsextremen NPD nominierte Historiker Olaf Rose bekam drei Stimmen. Daneben gab es 108 Enthaltungen. Seine Rede begann der neue Bundespräsident mit den Worten: „Was für ein schöner Sonntag!“ Er erinnerte an die erste freie Wahl zur DDR-Volkskammer am 18. März 1990 und die damit verbundene Freude und Gewissheit: „Ich werde niemals eine Wahl versäumen.“ Zu seinem neuen Amt sagte Gauck: „Ich werde mit all meinen Kräften und meinem Herzen Ja sagen zu der Verantwortung, die Sie mir heute gegeben haben.“ Er wolle nach seinen Möglichkeiten mitwirken an einer Annäherung zwischen den Regierenden und der Bevölkerung. EKD freut sich auf Impulse Gaucks Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), schrieb in seiner Gratulation, man freue sich auf die Impulse, die der neue Bundespräsident in das öffentliche Gespräch einbringen werde. Der Rat der EKD werde Gaucks Wirken mit seiner Fürbitte begleiten: „Gottes Segen möge Sie leiten und begleiten, heute und an allen Tagen Ihres Lebens.“ Gauck übernehme die neue Aufgabe „in einer nicht einfachen Zeit“. Die Auseinandersetzungen um das Amt des Bundespräsidenten hätten Spuren hinterlassen. Die Sehnsucht sei groß nach einer Persönlichkeit, die das Amt wieder in „ruhige Fahrwasser“ geleite. „Groß sind auch die Herausforderungen, vor denen unser Land und die Staatengemeinschaft Europas stehen“, so Schneider. Gauck habe mit seiner Lebensgeschichte und seinem Einsatz für Demokratie und Freiheit viele Menschen erreicht und überzeugt. Umso größer seien die Erwartungen und Hoffnungen, die sich an ihn richteten. Der Ratsvorsitzende: „Ich hoffe, dass Ihnen und Ihrer Lebensgefährtin Daniela Schadt diese hohen Erwartungen nicht zur Belastung werden, sondern Antrieb und Ermutigung bleiben.“ Zollitsch: Den Menschen nahe sein Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), würdigte in seiner Gratulation Gaucks „hohe Glaubwürdigkeit im Eintreten für Freiheit und bürgerliche Verantwortung“ sowie dessen „breite Akzeptanz durch die Menschen“. Dies seien „hervorragende Voraussetzungen“ für das Bundespräsidentenamt. Zollitsch: „Ihre christliche Prägung und ihr Wirken in der evangelischen Kirche, Ihr Kampf für die Überwindung der Unfreiheit und vor allem die tatkräftige Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit der ehemaligen DDR sind große berufliche und menschliche Verdienste.“ In seinem neuen Amt werde Gauck sein „politisches Gespür und die besondere Fähigkeit“ helfen, den Menschen nahe zu sein.
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Kauder spricht mit Ban Ki-Moon über Religionsfreiheit
Der CDU-Politiker sagte, jeder Mensch solle sich frei dazu bekennen können, woran er glaube – oder nicht glaube. Vieles werde momentan aus dem privaten Bereich in die Öffentlichkeit getragen, zum Beispiel die sexuelle Orientierung. Hingegen werde es immer schwieriger, sich in der Öffentlichkeit über seinen Glauben zu äußern. Der Glaube werde als "Unruhestifter" wahrgenommen, so Kauder. Er gehöre jedoch fest zur Identität eines Menschen. "Freiheit ohne die Freiheit der Religionsausübung gibt es nicht", betonte der 62-Jährige. Das Recht auf freie Religionsausübung sei "das existenziellste Menschenrecht".
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Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat angekündigt, sich am 13. Februar mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zu einem Gespräch über verfolgte Christen in aller Welt zu treffen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass es ganze Regionen in der Welt gibt, die zur Christen-freien Zone gemacht werden", betonte Kauder am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Rahmen der internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz in Wuppertal.